Das Dieselfahrverbot in München: Ein Blick auf die Auswirkungen und Meinungen

In München wurde im vergangenen Jahr ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge eingeführt, um die Luftqualität in der Stadt zu verbessern. Das Verbot betrifft die komplette Innenstadt inkl. des mittleren Ringes. Viele Bürger begrüßen diese Maßnahme, da sie die Gesundheit und Umwelt verbessern soll.

Andere jedoch kritisieren das Verbot als unverhältnismäßig und beklagen sich über Einschränkungen bei der Mobilität. Ein Bürger berichtet, dass er jetzt längere Wege zur Arbeit auf sich nehmen muss, da sein Auto nicht mehr auf bestimmten Straßen fahren darf. Ein anderer beklagt, dass er nun ein neues Auto kaufen muss, da sein Diesel-Fahrzeug verboten ist.

Einige Experten argumentieren jedoch, dass das Verbot ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Luftqualität ist und dass es langfristig zu gesundheitlichen Vorteilen für die Bürger führen wird. Außerdem soll es dazu beitragen, den Klimawandel zu bekämpfen.

Insgesamt ist das Dieselfahrverbot in München ein kontroverses Thema, bei dem es unterschiedliche Meinungen und Perspektiven gibt. Während einige es begrüßen, kritisieren andere es als unverhältnismäßig und einschränkend. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Auswirkungen des Verbots im Laufe der Zeit bewähren werden.

Veranstaltung gegen das Fahrverbot oder doch eher eine Wahlkampf Veranstaltung ?

Am 30.01. fand in München eine Veranstaltung gegen das Dieselfahrverbot statt. Diese wurde von mobile.com und einem CSU Abgeordneten initiiert um hier noch einmal darauf Aufmerksam zu machen und um zu erläutern welche nächsten Schritte gemacht werden. Tja was soll ich sagen, für mich was die erste Veranstaltung dieser Art und ich muss sagen sehr enttäuschend. Denn etwas neues konnte man hier nicht erfahren, alles was hier erzählt wurde, fand auch schon in der lokal Presse statt.

Etwas interessanter hingegen war dann die Frage und Antwort Runde, denn hier konnte man sich per Handzeichen zu Worte melden. Hier hatte sich dann auch gleich ein aufgebrachter Herr, welcher im bayerischen Landtag in der Opposition sitzt gemeldet und angeprangert, warum sich die CSU komplett enthalten hat, bei dem von seiner Partei eingebrachten Eilantrag zum Stop des Fahrverbotes am 27.01.2023. Die Frage wurde nicht abschließend beantwortet von den anwesenden CSU Mitgliedern (zwei an der Zahl) und dies hinterließ, nicht nur bei mir einen etwas faden Beigeschmack dieser Veranstaltung.

Als Wahlkampf Thema Instrumentalisiert

Leider muss man sagen, das in 2023 in Bayern Landtagswahlen sind und da die CSU ja Ihre Macht im Lande erhalten möchte ist im Großraum München aktuell das Dieselfahrverbot Thema Nummer eins. Klar das man sich das hier zu nutze macht und es als Wahlkampfthema instrumentalisiert. Das dies leider so ist fiel vor allen Dingen dadurch auf das keiner der CSU Redner und Initiatoren die korrekten Bußgelder nennen konnten. Dafür musste dann der Anwalt, welcher auch schon in Berlin das generelle Fahrverbot per Klage gekippt hat, den Herren von der Partei die genaue Summe soufflieren. Tja blöd wenn man sich selbst entlarvt…

Auch klar ist, das der ADAC Verdacht ruhig ist was dieses Thema hier in München angeht. Dieser Umstand wurde natürlich gerne aufgegriffen um den eigenen mobile.org Autoclub zu präsentieren. Irgendwie kann ich mir nun genauer Vorstellen wie das mit den Masken Deals abgelaufen ist in Bayern…

Fazit des ganzen Abends für mich war, das zu viele Fragen offen blieben und man nun nur hoffen kann das die Klage die am 01.02.2023 eingereicht wurde auch zum Erfolg führt und die Verhältnismäßigkeit prüft. Denn was viele nicht Wissen, der in München genannte Grenzwert beträgt 40 Mikrogramm Stickoxyde, die EU Richtlinie die auch die Stadt München darauf hingewiesen hat das Sie bei Einhaltung der Grenzwerte zahlen müssen, liegt aber bei 50 Mikrogramm Stickoxyde. Was dem ganzen noch die Krone aufsetzt, ist die Tatsache das dieser Wert nur an drei Straßen in München immer wieder mal überschritten wird. Nicht immer und auch nicht Regelmässig sondern immer mal wieder, denn diese drei Strassen sind bekannte Nadelöhre des Verkehrs in München und hier staut es sich immer…

Kleiner Funfact am Rande: Im Arbeitsschutzgesetz liegt der Wert der Stickoxyde Belastung am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen bei 970 Mikrogramm. Mein gesunder Menschenverstand hat bei dieser Information die Koffer gepackt und beschäftigt sich nun mit Murmeln…

Für mich bedeutet das nun warten…

Zum einen auf die beantragte Ausnahme Genehmigung, denn sonst kann ich meiner Tätigkeit als DJ im Münchner Innenstadt Raum nicht mehr nachgehen. Aber das mit der Genehmigung wird dauern, denn die Stadt München hat dafür extra erst 19 neue Stellen im KVR geschaffen. Und zum anderen muss ich meine Kunden dazu bewegen entweder nur noch in Locations zu feiern in denen Licht und Ton Technik schon vorhanden ist oder Sie müssen sich einen professionellen Technik Dienstleister holen der dann alles Umweltgerecht auf und Abbaut, denn ein 7,5 “Tonner-Diesel” darf immer noch in die Innenstadt fahren…

Wenn jetzt einer um die Ecke kommt mit “dann kauf Dir halt ein neues Auto” dem kann ich nur sagen “ja dann schenk mir halt eines” oder einfach mal die Fresse halten. Denn wer das nun verlangt hat in den letzten drei Jahren weder was von Corona mit bekommen, noch davon das die Künstler und Soloselbstständigen am schlimmsten davon betroffen waren.

All I can do is sit and wait und vielleicht entscheidet das Gericht hier in München ähnlich und verhängt das Fahrverbot nur in den Straßen wo auch die Grenzwerte gerissen werden, denn das würde mir persönlich und ich denke vielen anderen Diesel Fahrern auch, schon mal etwas weiter helfen…