Warum Prolight + Sound (Frankfurt) nicht mehr als eigenständige Messe stattfindet

Was war die Prolight + Sound?

Die Prolight + Sound war über drei Jahrzehnte lang Europas eine der wichtigsten Fachmessen für Veranstaltungstechnik — also Licht, Audio, Bühne, Bühnentechnik, Event- und Entertainment-Technologie. Wikipedia+2pls.messefrankfurt.com+2
Zu ihrem Höhepunkt kamen Hersteller, Techniker*innen und Kreative aus aller Welt nach Frankfurt, um Neuheiten zu entdecken, sich zu vernetzen oder Produkte für Bühne, Studio oder Events zu testen. pls.messefrankfurt.com+2pls.messefrankfurt.com+2

2025 feierte die Messe ihr 30-jähriges Jubiläum mit erweitertem Fokus auf Theater- und Bühnentechnik, nachhaltige Veranstaltungskonzepte („ProGreen“) sowie neues Bildungs- und Workshop-Angebot. pls.messefrankfurt.com+2pls.messefrankfurt.com+2

Warum Prolight + Sound nicht mehr als „Standalone“-Messe weitergeführt wird

  • Für die geplante Ausgabe 2026 ging die Rückmeldung der Aussteller nach Ende der Frühbucherphase (Ende September 2025) nicht stark genug ein — es waren zu wenige Anmeldungen, um eine zufriedenstellende Veranstaltung als eigenständige Messe zu garantieren. LSI Online+2pls.messefrankfurt.com+2

  • Die Stimmung in der Branche und die wirtschaftliche Einschätzung führten dazu, dass ein kompletter Messebetrieb nicht realistisch erschien. Prolight Sound Blog+2CE-Markt+2

  • Deshalb entschied der Veranstalter Messe Frankfurt, das Konzept neu auszurichten: Die Prolight + Sound soll künftig nicht mehr als eigenständige Messe stattfinden — stattdessen wird sie ab 2026 als Themen-Areal in die Light + Building integriert. pls.messefrankfurt.com+2pls.messefrankfurt.com+2

Messe Frankfurt selbst nennt als Gründe die ungenügenden Anmeldungen und unterschiedliche Branchen-Stimmungen. Man wolle so früh wie möglich Klarheit schaffen, um unnötige Investitionen zu vermeiden. LSI Online+1

Was bedeutet das praktisch? — Der neue Weg: Prolight + Sound als Teil der Light + Building

  • Die Light + Building 2026 (Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik) findet vom 8. bis 13. März 2026 statt; das geplante ursprüngliche Prolight + Sound-Datum (24.–26. März 2026) entfällt. pls.messefrankfurt.com+1

  • Für Aussteller aus den Bereichen Lichttechnik, Digital Signage und Sicherheitstechnik wird ein eigenes Themenareal innerhalb der Light + Building angeboten. Dort können sie Präsentationen durchführen und ihr Publikum finden — allerdings in einem anderen Rahmen als früher. pls.messefrankfurt.com+2CE-Markt+2

  • Zusätzlich plant Messe Frankfurt ein kuratiertes Rahmenprogramm und geführte Touren („Guided Tours“) innerhalb dieses Areals — um Mehrwert und Orientierung für Besucher*innen zu schaffen. pls.messefrankfurt.com+1

  • Der Brand „Prolight + Sound“ soll weiterhin erhalten bleiben — das Thema bleibt strategisch relevant, besonders global: Veranstalter kündigten z. B. ab 2026 eine neue Ausgabe Prolight + Sound Bangkok in Thailand an. LSI Online+2plsn.com+2

Welche Alternativen gibt es — und was heißt das für die Branche & dich als Musik-/Event-Macher?

Für dich als DJ, Produzent oder jemand aus der Veranstaltungsbranche heißt das:

  • Events, Messen und Fachtreffen im Bereich Veranstaltungstechnik gibt es künftig eher im Rahmen größerer Messen mit breiterem Fokus — z. B. Light + Building.

  • Internationale Schwestermessen der Prolight + Sound (wie Bangkok 2026) können interessant werden, wenn du global denkst oder Kontakte außerhalb Europas suchst.

  • Es lohnt sich, Branchen-Events, Netzwerktreffen oder regionale Fachmessen im Auge zu behalten — oft sind dort innovativere, spezialisiertere Angebote zu finden.

  • Für Musik-, DJ- und Clubtechnik: Messe-Alternativen könnten sein: Messen oder Fachtreffen für Audio/Visual, Licht & Bühne, Event-Technik — je nachdem, was du suchst: Lichttechnik, DJ-Equipment, Sound-Systeme, FOH-Technik etc.

Fazit

Die Entscheidung, die Prolight + Sound nicht mehr als eigenständige Messe durchzuführen, markiert das Ende einer Ära — aber zugleich eine strategische Anpassung an veränderte Marktbedingungen. Die Integration in die Light + Building zeigt, dass Veranstalter nach Synergien und effizienteren Strukturen suchen. Für die Branche heißt das: Wandel, neue Wege, vielleicht auch neue Möglichkeiten — gerade für diejenigen, die flexibel, international und interdisziplinär denken.