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Schleichwerbung: mehr Transparenz und Kennzeichnung

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Wer kennt es nicht, man interessiert sich für ein Produkt, oder man ist auf der Suche nach dem nächsten Reiseziel und begibt sich ins Internet und macht sich auf die Suche nach Infos, Meinungen, etc.. Hier wird man dann sehr schnell auf die Blogger stoßen die hier zu allem und jedem Ihren Senf dazu abgeben müssen, manchmal informativ aber meist immer nur alles eitler Sonnenschein um des Produkt willens. Sachliche Kritik über ein Produkt findet man immer seltener, vor allen Dingen auf Blogs, welche ja als sogenannte “Influencer” eigentlich nur die Marionette der Konzerne sind, die Sie meist zu seltsamen Konditionen rekrutieren.

Durch Blogs alleine kann man sich über ein neues Produkt kein objektives Bild machen, hier sind die Kommentare (Rezessionen) in Online Stores meist aufschlussreicher, falls diese nicht schlicht weg und ergreifend gekauft worden sind, über diverse und unseriöse SEO Agenturen die hier meist mit Call Centern im Ausland zusammenarbeiten.

Nun gut das ist nun etwas weiter ausgeholt und hat mit der Petition auch nichts zutun, aber es soll aufzeigen oder zumindest einen Denkanstoß geben wie wir mittlerweile manipuliert werden in unserem täglichen Leben

 

 

Nun aber zurück zum Thema und der Petition, denn auch ich als Verbraucher, möchte sofort erkennen ob der Bericht über Produkt XY vom Unternehmen gesponsert wurde oder ob es die eigene Meinung des Verfassers ist. Im Moment ist die Kennzeichnung solcher “sponsored Posts” sehr unzureichend und daher bitte ich euch diese Petition zu unterstützen.

Egal ob YouTube, Instagram oder Snapchat, über all wird man mit Produkten konfrontiert und meist ist es leider nicht ersichtlich ob es sich hier nicht um eine bezahlte Werbeaktion handelt. Ein nächster Schritt wäre dann noch das Mundpropaganda Marketing, bei dem sich in diversen Communities jeder anmelden kann, der Produkt Proben haben möchte. Diese bekommt man dann auch und dann geht man damit zu Freunde, Verwandte und Bekannt und spricht mit Ihnen über das Produkt und gibt Ihnen auch eine der zahlreichen Proben mit zum selbst testen. Das ganze Entwickelt sich dann wie ein Schneeball und tataaa bin ich in meiner Entscheidung nicht mehr frei. Denn bei dieser Art des “Influencer Marketings” kommt noch eine persönliche Ebene hinzu die einen in einen kleinen Gewissenskonflikt bringen kann.

Ein kleines Beispiel: Ich unterhalte mich mit einem guten Freund A, mit dem ich schon seit Jahren befreundet bin. Dieser Freund bekommt über so eine Community Produkt W und erzählt mir davon und gibt mir auch eine Probe mit. Okay schon alleine mich mit Freunden über Alltags Produkte oder über Produkte im allgemeinen zu unterhalten ist bei mir eher das nebensächlichste in einem persönlichen Gespräch, aber da er ja mein Freund ist lasse ich mich darauf ein. Da ich ein kritischer Konsument bin recherchiere ich etwas über das Produkt und die Firma die es herstellt, hier stellt sich heraus das für das Produkt z.b. der Regenwald abgeholzt wird, oder Tierversuche nötig waren oder es eigentlich gar nicht Bio ist, da es durch zehn verschiedene Staaten Europas geschickt wurde und eigentlich das einzig Nachhaltige nur die Verpackung ist oder noch viel schlimmer, das Unternehmen anderweitig Dreck am Stecken hat. Freund A weiß davon nix, weil er nicht so kritisch ist und he mal ganz ehrlich wer kennt den Spruch nicht “einem geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul” und natürlich möchte Freund A noch weitere Produkte kostenlos bekommen.

Verdammt noch mal ich möchte frei entscheiden können welchem Ressourcen fressendem, die Umwelt zerstörendem und Mensch ausbeutendem Unternehmen ich meine Geld geben möchte, wenn ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann und nicht durch eine auf freundschaftlicher Ebene initiierte Werbekampagne, mit gefährlichem Halbwissen und einem eigentlich gar nicht für mich relevantem Produkt, meine Prinzipien über den Haufen zu werfen, um einer Freundschaft willen mich von einem Unternehmen manipulieren zu lassen.

Ich hoffe Sie können mir noch folgen und können erahnen worauf ich hinaus will, denn diese Art der indirekten Werbung mag zwar in Zeiten in denen die klassische Werbung nicht mehr so funktioniert wie bisher, der Heilsbringer sein, aber dennoch ist sie Gesellschaftlich sehr fragwürdig. Nun aber zurück zu Freund A, dem ich durch die persönliche Komponente leider nicht gleich von Beginn an das Produkt um die Ohren gehauen habe. Gleichwohl habe ich Ihn darüber informiert was er denn da überhaupt weiter gibt und das dies schon sehr fragwürdig ist, aber durch die kostenlosen Produkte die er bekommt verteidigt er das Produkt vehement und das Ende des Beispiels ist das die Freundschaft beendet wurde bzw. man hier bei einem Treffen nie wieder über irgendwelche Produkte spricht.

Wer sich einer solchen Situation ausgesetzt fühlt und schon erlebt hat, wurde indirekt seines freien Willens beraubt um sich über ein Produkt ein eigenes, auf seine Lebenssituation angepasste Meinung dazu zu bilden, denn der persönliche Faktor lässt uns über Fehler leichter hinwegsehen. Eben so mit Blogs, hier wird das Produkt über den Klee gelobt auch wenn der Hund nur drei Beine hat und man das Produkt eigentlich nur nutzen kann wenn man es nicht dem Sonnenlicht aussetzt, nicht nach Mitternacht füttert oder Wasser aussetzt.

In der Anfangszeit der Blogs konnte man sich noch inspirieren lassen und auch ich selbst habe viele TechBlogs und andere gelesen, weil damals auch mal kritisch berichtet wurde und man sogar für etwaige Produktfehler eine Empfehlung bekam wie man damit umgehen kann, dies fehlt den heutigen Schreiberlingen völlig. Denn mittlerweile wird sogar der Text vorgegeben (mit allen passenden Key Wörtern gespickt für die SEO Abteilung) den man schreiben muss um weiter mit dabei sein zu können.

Ich finde das ganze geht alles in eine völlig falsche Richtung und die Verlierer dabei sind die Endverbraucher, daher unterstützt bitte diese Petition welche uns vielleicht etwas Freiheit in der Selbstentscheidung zurück geben kann.

Ich selbst betreibe ja auch einen Blog und ich schreibe hier sehr oft über Locations in denen ich war. Ich schreibe darüber um meinen Kunden, welche einen DJ für Ihre Feier suchen zu zeigen das ich die Location kenne und schon vor Ort war. Ich schreibe nicht weil mich die Locations darum bitten, mich deshalb öfter empfehlen oder gar dafür bezahlen. Auch die von mir empfohlenen DJs sind Kollegen mit denen ich schon Zusammengearbeitet habe und ich weiß wie diese arbeiten und welche Musik Sie spielen und nicht weil ich dafür bezahlt werde…

HIER GEHT ES ZUR PETITION

An dieser Stelle vielen Dank an Laura G. für Ihre Mut und Ihre Courage, zu dieser Petition, welche einen ganzen Wirtschaftszweig zum Umdenken bewegen könnte, wenn diese Petition erfolgreich wird, weitere Unterstützer findet und der Gesetzgeber dann endlich mal tätig wird…

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